Artikel aus dem Journal für Private Medizin 2005-4
IN DER THERAPIE DES FORTGESCHRITTENEN PROSTATAKARZINOMS SIND IM LETZTEN JAHR ENORME FORTSCHRITTE GEMACHT WORDEN. AN DER WIENER PRIVATKLINIK SETZEN HOCHRANGIGE EXPERTEN DIE ERGEBNISSE DER FORSCHUNG FÜR IHRE PATIENTEN UM.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Im Alter von etwa 50 Jahren hat einer von vier Männern erste krebsartige Veränderungen in der Prostata. Mit 80 Jahren finden sich solche Veränderungen bereits bei jedem zweiten Mann.
In jedem Fall gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, umso besser stehen die Heilungschancen. Im frühen Stadium wird mit Entzug von Testosteron durch chirurgische oder medikamentöse Maßnahmen therapiert, denn das männliche Geschlechtshormon Testosteron fördert in vielen Fällen das Wachstum und die Ausbreitung des Krebses. „So gut wie jedes Prostatakarzinom spricht am Beginn der Erkrankung auf eine Hormontherapie an“, betont der Onkologe Univ.-Prof. Dr. Michael Krainer, Belegarzt an der Wiener Privatklinik. „Der Entzug von Testosteron führt zur Einleitung eines geregelten Zelltodes im Tumor. Die Beschwerden bessern sich, und die Werte des Krebsmarkers PSA sinken in den Normbereich. Gleichzeitig aber wachsen hormonunabhängige Zellen im Tumor, und daraus resultiert üblicherweise nach ein bis zwei Jahren ein neuerliches Fortschreiten der Erkrankung.“
Erprobung neuer Medikamente.
Bis vor kurzem gab es in dieser Situation keine lebensverlängernden Behandlungsmöglichkeiten. Die Patienten wurden lediglich so gut es ging mit schmerzlindernden Maßnahmen wie z.B. Strahlentherapie versorgt. In den letzten Jahren haben Wissenschafter der urologischen Arbeitsgruppe der klinischen Abteilung für Onkologie am AKH Wien unter der Leitung von Prof. Krainer begonnen, neuere Zytostatika wie Mitoxantron, Docetaxel, Paclitaxel und Vinorelbin in der Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms zu erproben. Dabei sammelten sie wichtige Erfahrungen, die große Beachtung finden. „Diese Substanzen zeigen eine viel versprechende Wirksamkeit, zeichnen sich gegenüber älteren Präparaten durch eine deutlich geringere Nebenwirkungsrate aus und werden daher auch von älteren Patienten gut vertragen“, erklärt Prof. Krainer.
Meilenstein in der Behandlung.
Als besonders erfolgreich erweist sich die Substanz Docetaxel. Prof. Krainer: „Im letzten Jahr konnte erstmals in groß angelegten internationalen klinischen Studien gezeigt werden, dass die Gabe von Docetaxel zu einer signifikanten Senkung des risikos, an der Erkrankung zu sterben, führt. Das ist ein echter Meilenstein in der Behandlung des Prostatakarzinoms.“ Allerdings, so betont der Experte, sollte die Docetaxel-Therapie nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden, da sie nur mit optimalen Begleitmaßnahmen gut toleriert wird. Dann aber verbessert sie nicht nur das Überleben, sondern ganz entscheidend auch die Lebensqualität. „Nur eine interdisziplinäre Behandlung, an der sowohl chirurgisch tätige Urologen wie auf urologische Tumoren spezialisierte internistische Onkologen beteiligt sind, kann einen optimalen Behandlungserfolg des Prostatakarzinoms garantieren“, betont Prof. Krainer.
Behandlung auf höchstem internationalem Niveau
Eine solche interdisziplinäre Therapie von höchstem internationalen Niveau wird an der Wiener Privatklinik angeboten. Prof. Krainer informiert alle Interessierten in einer Prostatakarzinomsprechtunde in seiner Ordination in der Wiener Privatklinik über die neuesten Entwicklungen der Onkologie und berät sie über individuelle Möglichkeiten der Therapie in Zusammenarbeit mit führenden Urologen Wiens.
Univ.-Prof. Dr. Michael Krainer ist Facharzt für Innere Medizin und bereits seit dem Jahr 1995 erfolgreich als Onkologe tätig. In diesen Jahren war er zusätzlich zu seiner laufenden Tätigkeit am AKH Wien (Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Abteilung für Onkologie) auch in den USA an der Harvard Medical School beschäftigt. Seine Anerkennung in Fachkreisen begründet sich auf seiner Kompetenz, effiziente medikamentöse Behandlungen von Krebserkrankungen mit der molekularen Diagnostik zu ergänzen. | Mobile: | +43 664 12 11 407 |
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